Hello I Am David! Eine Reise mit David Helfgott / Hintergrund / David Helfgott

David Helfgott

David Helfgott wird 1947 als Sohn polnisch-jüdischer Eltern in Melbourne geboren. Sein Vater, der den Großteil seiner Familie im Holocaust verloren hat, gibt ihm von früher Kindheit an Klavierunterricht, und David wird mit dieser Kombination aus Talent, Eifer und der Strenge des Vaters zu dem, was man ein „Wunderkind“ nennt. Mit zehn Jahren gewinnt er mit Chopins Polonaise in As-Dur seinen ersten großen Wettbewerb. Mit 14 erhält er auf Vermittlung von Isaac Stern das Angebot, am Curtis Institute in den USA Klavier zu studieren – das scheitert am Verbot des Vaters. Fünf Jahre später geht David schließlich gegen den Willen des notorisch strengen Vaters mit einem Stipendium für das Royal College of Music nach London.

Während des Studiums in London gewinnt David Helfgott mehrere Auszeichnungen, Cyril Smith bezeichnet ihn als den brillantesten Studenten, den er je unterrichtete, in Technik und Temparament mit Horowitz vergleichbar. Aber als David Helfgott 1970 in der ausverkauften Royal Albert Hall mit dem 3. Klavierkonzert von Rachmaninow triumphiert, hat er bereits mit starken emotionalen und psychischen Problemen zu kämpfen. Nach einem vollständigen Nervenzusammenbruch kehrt er 1971 nach Australien zurück. Mit der Diagnose einer schizoaffektiven Störung verbringt er fast 11 Jahre in verschiedenen psychiatrischen Kliniken und Einrichtungen. Das Schlimmste in dieser Zeit ist für ihn der Verlust seiner „inneren Musik“, die er sich nur langsam wieder zurück erkämpft. Anfang der 80er Jahre beginnt er wieder öffentlich zu spielen, als Pianist in einer Weinbar in Perth. „Der Nebel lichtete sich, ich konnte wieder hören, ich habe wieder gelebt“, erinnert sich David Helfgott.

Der große Umschwung beginnt, als er 1984 die 15 Jahre ältere Gillian kennenlernt, seine spätere Ehefrau, die Liebe, Ruhe und Stabilität in sein inneres und äußeres Chaos bringt. Mit Gillians Hilfe kehrt er zum aktiven Leben als Konzertpianist zurück. 1986, nach einigen kleineren Auftritten, spielt David Helfgott eine ausverkaufte Tournee in Australien, es folgen Konzerte in Deutschland und Dänemark. Der australische Filmregisseur Scott Hicks besucht David Helfgott nach einem Konzert und beschließt, fasziniert von der Begegnung, einen Spielfilm über ihn zu drehen – es braucht fast 10 Jahre bis zur Verwirklichung. 1996 wird SHINE zum weltweiten Kinoerfolg, Hauptdarsteller Geoffrey Rush gewinnt den Oscar.

„Es gibt nicht viele Menschen, die solche Erfahrungen in ihrem Leben machen“, erzählt Gillian Helfgott. „David bei der Oscar-Verleihung zu sehen, wie er strahlend und überglücklich mit einem nicht ganz fehlerfreien „Hummelflug“ den Saal zum Toben brachte, erfüllte mich mit unsagbarer Dankbarkeit und Freude.“ Der von David Helfgott eingespielte SHINE-Soundtrack mit „Rach 3“ führt monatelang die Klassik-Charts u.a. in den USA, Australien und Großbritannien an, die Konzerte der Welttournee sind ausverkauft. 1997, fast 30 Jahre nach seinem Zusammenbruch, kehrt David Helfgott mit einem denkwürdigen Konzert in die Royal Albert Hall zurück. Bis heute führt ihn die Musik auf Konzertreisen durch die ganze Welt.

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HELLO I AM DAVID! Eine Reise mit David Helfgott. Ein Film von Cosima Lange.